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Nach COVID-19, Influenza oder Erkältung zurück zum Sport

Nach einem Atemwegsinfekt möchten viele möglichst schnell wieder trainieren. Entscheidend ist jedoch nicht eine feste Zahl von Krankheitstagen, sondern wie schwer die Infektion war und wie der Körper auf Belastung reagiert.

Wann sollte man noch pausieren?

Kein Sport bei:

  • Fieber oder Schüttelfrost
  • ausgeprägter Müdigkeit oder Schwäche
  • starken Muskel- oder Gliederschmerzen
  • Atemnot
  • Brustschmerzen oder Druckgefühl im Brustkorb
  • neuem Herzrasen oder auffälligen Herzstolpern
  • Schwindel oder Ohnmacht

Auch bei Influenza oder stärkerem COVID-19 sollte man sich mehr Zeit zur Erholung geben als bei einem leichten Schnupfen.

Wie gelingt der Wiedereinstieg?

Wenn Sie sich im Alltag wieder weitgehend normal fühlen und keine Warnzeichen bestehen, beginnen Sie vorsichtig.

  1. Schritt:
    10–20 Minuten lockere Bewegung, zum Beispiel Spazierengehen, langsames Joggen oder leichtes Radfahren.
  2. Schritt:
    Bleiben Sie zunächst deutlich unter Ihrer normalen Trainingsintensität.
  3. Schritt:
    Wenn die Belastung gut vertragen wird und auch am selben sowie am folgenden Tag keine Verschlechterung auftritt, kann das Training schrittweise gesteigert werden.

Eine sinnvolle Reihenfolge lautet:

zuerst Häufigkeit → dann Dauer → danach Intensität → zuletzt Wettkampf

Welche Beschwerden sind Warnzeichen?

Brechen Sie das Training ab und lassen Sie sich ärztlich untersuchen bei:

  • Brustschmerzen
  • ungewöhnlicher Atemnot
  • Herzrasen oder Herzstolpern
  • Ohnmacht oder starkem Schwindel
  • deutlich erhöhtem Puls bei geringer Belastung
  • ungewöhnlich starker Erschöpfung
  • deutlichem Leistungseinbruch

Nach unkompliziertem COVID-19 ist in der Regel keine routinemäßige Herzuntersuchung nötig. Bei diesen Warnzeichen sollte das Herz jedoch gezielt abgeklärt werden.

Und wenn die Erschöpfung länger anhält?

Nach COVID-19 können länger anhaltende Beschwerden auftreten. Besonders wichtig ist die sogenannte Post-Exertional Malaise: Dabei verschlechtern sich Beschwerden nach körperlicher oder geistiger Belastung, teilweise erst Stunden später.

In diesem Fall sollte das Training nicht nach einem starren Steigerungsplan erhöht werden. Dann ist eine individuell angepasste Belastungssteuerung sinnvoll.

Wann ist ein Wettkampf wieder sinnvoll?

Ein Wettkampf sollte erst erfolgen, wenn:

  • akute Beschwerden abgeklungen sind,
  • mehrere Trainingseinheiten problemlos möglich waren,
  • Puls und Belastungsgefühl wieder weitgehend normal sind,
  • keine Brustschmerzen, Atemnot oder Herzrhythmusstörungen auftreten,
  • auch am Folgetag keine deutliche Verschlechterung besteht.

Merksatz:
Nicht der Kalender entscheidet über den Wiedereinstieg, sondern die Erholung des Körpers und die gute Verträglichkeit der Belastung.

HNO-Praxis Aderhold: Erst auskurieren und dann wieder trainieren!

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