HNO Praxis für Privatversicherte oder Selbstzahler

Was tun bei Schlafstörungen?

Bei Einschlafstörungen:

  • halten Sie möglichst keinen oder nur einen kurzen Mittagsschlaf,
  • treiben Sie am Abend keinen Sport,
  • nehmen Sie am Abend keine schweren Mahlzeiten zu sich,
  • sollten Sie auf Alkohol und Nikotin verzichten,
  • kommen Sie rechtzeitig zur Ruhe und begrenzen Sie den Medienkonsum (blaues Licht),
  • halten Sie regelmäßige Schlafenszeiten ein und gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie müde sind (Schlafroutine),
  • falls Sie Medikamente einnehmen, sollten Sie die möglichen Nebenwirkungen überprüfen.

Schlaffördernd wirken

  • Sauna- und Kneippbäder am frühen Abend,
  • Intervallfasten,
  • eine Entspannungsphase vor dem Schlafengehen (Atemtechniken, Meditation),
  • Tropfen oder Tees mit Baldrian, Lavendel, Hopfen, Melisse und Johanniskraut,
  • ein kleines Stück Schokolade oder ein Glas Milch mit Honig (dabei wird Tryptophan aufgenommen, eine Vorstufe von Serotonin und Melatonin).

Wenn Sie nachts wach im Bett liegen und die Gedanken kreisen, sollten Sie nicht versuchen, Probleme zu lösen, sondern an angenehme Dinge oder Situationen denken. Grübeln hält vom Schlafen ab. Bei längerem Wachliegen ist es besser, aufzustehen und etwas zu tun. Gehen Sie erst wieder ins Bett, wenn Sie müde sind.

Nehmen Sie Schlafmittel (auch Melatonin und GABA) möglichst nur nach Rücksprache mit dem Arzt und kurzfristig ein. Sind Sie durch Selbsthilfe nicht zu einer Verbesserung der Schlafqualität gekommen, sollten Sie ärztliche Hilfe suchen.

Schlafmittel verkürzen die Zeit bis zum Einschlafen und verlängern die Schlafdauer. Die häufig verordneten Benzodiazepine können zu einer Verminderung des REM- Schlafs und bereits nach einmonatiger Einnahme zu einer Toleranzentwicklung führen. Beim Absetzen kommt es in 70 Prozent zu einer neuen Insomnie (Ein- oder Durchschlafstörung).

 

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